Kräuterweg Ringelai - Eckertsreut

Vom "Kräuterhof" durch den Kreisobstlehrgarten in Richtung Kühbach, durch Wald und Wiesen wieder zurück. Länge: 2.5 km, Dauer: ca. 1.5 Std., Höhenunterschied: 100 m;
Thementafeln informieren, Rastplätze laden ein.
Wanderung durch geheimnisvolle Welt heimischer Wildkräuter
Erleben Sie auf dem „Kräuterweg“ die Eigenart der Pflanzenwelt der heimischen Wildkräuter mit rund 180 Gewächsen und ihrer vielfältigen Lebensräume inmitten einer reizvollen Landschaftskulisse im „Schmalzdobl“. Auf 11 Thementafeln erfahren Sie über die Kraft der Pflanzen, ihre Wirkung als Heilkräuter.
So auch über Baldrian, Beinwell, Blutwurz (meist als Schnaps bekannt), Ehrenpreis, Pimpernelle, Waldmeister, Weide, Holunder, Löwenzahn.
Bei diesem Streifzug durch die Vielfalt begegnen Sie auch den Obstbäumen des Kreisobstlehrgartens, Streuobstwiesen, blumenreichen Magerwiesen, artenreichen Hecken und belebten Naturtümpel. Die abwechslungsreiche Wanderung bietet zudem immer wieder einzigartige Ausblicke ins Ohetal mit seiner reich strukturierten Kulturlandschaft.
Der Lebensraum Magerrasen – so wird weiter informiert – ist das Resultat jahrhundertelanger menschicher Bewirtschaftung. Beweidung, Mahd und Streunutzung machten aus ehemaligen Waldböden offene, magere Rasen. Sie sind Standort für etwa die Hälfte aller heimischen Orchideen-Arten und bieten zahlreichen Schmetterlingen, Reptilien sowie boden- und gebüschbrütenden Vogelarten ideale Lebensbedingungen. Magerrasen sind reich an typischen Gewürzpflanzen und Heilkräutern wie Thymian, Wacholder, Arnika, Johanniskraut.
Wassergräben können – falls die Mechanisierung nicht Besitz ergriffen hat – bis in den Spätherbst hinein Wildgemüse und -salate, wie z. B. Giersch und Brunnenkresse liefern. In diesem Bereich finden sich auch Eisenhut, Wasserdost, Fieberklee, Mädesüß.
Bei Lebensraum
„Fettwiese“ als gedüngtes Grünland konnten dem Kunstdünger nur wenige Arten, wie Hahnenfuß, Löwenzahn, Wiesenkerbel und Schaumkraut, wiederstehen.
Auch der Lebensraum
„Wald und Waldrand“ werden Sie beim „Kräuterweg“ kennenlernen. Eine systematische Trennung der Wälder von Wiesen, Weiden, Äcker und Moore setzte erst vor einem Jahrhundert ein. Im Übergangsbereich von offener Feldflur zu geschlossenem Wald entstand ein neuer Lebensraum – der Waldrand. Himbeeren, Brombeeren, Wildrose, Schlehe, Holunder, Seidelbast, Vogelbeere, Hasel zählen zu den an Waldrändern auffindbaren heilkundliche bedeutsamen Gehölzen.